Immer seltener stellt sich im täglichen Allerlei die Frage Wer bin ich? – die innere Stimme wird übertönt. In die eigene Identität gelangt man nur durch intensive Grenzerfahrungen.

In einem Augenblick des Glücks (beim Anblick eines Wasserfalls, einer leuchtenden Gipfelkette, einer seltenen Blume oder eines besonders scheuen Tieres), aber auch im Zustand der körperlichen Erschöpfung sind wir uns plötzlich selbst ganz nah, und ein starkes Gefühl der eigenen Identität stellt sich ein.

In der Abgeschiedenheit der Bergwelt, im Einklang mit den Tönen, den Farben und Formen der Natur, gewinnt unsere innere Welt Gestalt. Körper und Geist werden in Harmonie gebracht. Durch ein ausgewogenes Maß von Anstrengung und Entspannung während des Kurses öffnen wir uns für die zwei Pole des Lebens, gleich dem ewigen Rhythmus von Einatmen und Ausatmen.

Kurzfristig erzeugen wir (nicht zuletzt durch den Genußaspekt der Touren und Meditationen) einen angenehmen Bewußtseinszustand, langfristig lehrt uns die Wahrnehmung des Selbst über die Signale des Körpers Strategien, mit deren Hilfe wir uns nicht nur in den Bergen, sondern auch im Alltag sicherer bewegen.

Die Berge lehren uns, die Füße richtig zu setzen.
Heilwandern versteht sich nicht als Therapie bei körperlichen oder schwerwiegenden seelischen Erkrankungen. Heilwandern setzt früher an, denn die Erkenntnis wächst, daß HeilSein der beste Schutz vor Erkrankungen ist.

 
 
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